Tutorenausbildung 2026 – Zwischen Verantwortung, Teamgeist und Sockenketten
Welche Erwartungen haben eigentlich Schüler, Lehrer und Eltern an Tutoren? Schnell wurde klar: Tutoren sollen Ansprechpartner, Vorbilder, Organisatoren und manchmal auch kleine Problemlöser sein – also fast Superhelden, nur ohne Umhang.
In Steinbach, unserem Quartier, stand das Üben von Spielanleitungen auf dem Programm. Dabei merkten wir schnell, dass eine gute Anleitung gar nicht so einfach ist. Was für den Erklärenden völlig logisch klingt, kann bei den Zuhörern durchaus für fragende Gesichter sorgen. Deshalb wurde fleißig geübt, damit später niemand mitten im Spiel ratlos in der Gegend steht.
Ein besonderes Highlight war das Chaosspiel. Hier mussten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen. So sollten wir beispielsweise eine Minute abschätzen – was sich als deutlich schwieriger herausstellte, als gedacht. Manche waren schon nach 30 Sekunden fertig, andere hätten vermutlich noch bis zum Abend weitergezählt. Außerdem schrieben wir einen Liebesbrief, bauten eine Pyramide und stellten eine möglichst lange Sockenkette her. Dabei zeigte sich, dass manche Menschen erstaunlich viele Socken tragen, während andere offenbar mit einer minimalistischen Ausstattung unterwegs sind.
Für viel Gelächter sorgte die letzte Aufgabe des Spiels: „Schrei, so laut du kannst!“ Diese Anweisung wurde von einigen Teilnehmern mit beeindruckender Begeisterung umgesetzt. Ob die Nachbarräume davon ebenso begeistert waren, bleibt allerdings fraglich.
Nicht weniger unterhaltsam war das regelmäßige Gerangel um die Sitzsäcke. Kaum waren sie frei, begann oft ein kleiner Wettkampf darum, wer sich den bequemsten Platz sichern konnte. Dabei zeigte sich allerdings, dass unser Lehrer in dieser Disziplin meist unschlagbar war und die begehrten Sitzsäcke erstaunlich häufig für sich gewann.
Nach dem Spiel reflektierten wir unsere Erfahrungen. Besonders die Anleiter berichteten, wie es ihnen während der Durchführung ergangen war. Dabei wurde deutlich, dass es manchmal gar nicht so leicht ist, eine Gruppe zu führen und gleichzeitig den Überblick zu behalten. Anschließend erhielten die Anleiter Feedback zu ihren Erklärungen. Gemeinsam sammelten wir wichtige Hinweise dazu, wie Spielanleitungen verständlich, kurz und möglichst ohne Verwirrung gestaltet werden können.
Insgesamt war die Tutorenausbildung nicht nur lehrreich, sondern auch sehr unterhaltsam. Neben vielen praktischen Tipps für die spätere Arbeit mit den Fünftklässlern gab es zahlreiche lustige Momente, die gezeigt haben, wie wichtig Teamarbeit, Kommunikation und eine gute Portion Humor für erfolgreiche Tutoren sind.
Text: Michaela Werner, Thomas Kirster
Fotos: Michaela Werner




